Jahresabschluss 2021: 15.600 Euro Dividende und 42 % Performance

2021 war das achte vollständige Jahr für mich an der Börse. Nach dem verflixten siebten Jahr 2020 war das vergangene ein sehr beruhigendes. Kurz zum Rückblick: In 2020 konnte ich mit knapp 15.000 Euro zwar eine neue Rekordsumme an Dividenden erzielen, die Performance des Depots war mit – 15 % allerdings unterirdisch und lag weit hinter allen Indizes. Ich wünsche euch viel Spaß mit meinem Jahresabschluss.

 

Dividenden

Im Jahr 2021 habe ich von insgesamt 72 der Unternehmen in meinem Depot sowie einem ETF eine Dividende erhalten. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 15.621,11 Euro.

 

Unternehmen Dividende
Imperial Brands 1.762,28 €
Altria 1.465,15 €
AT&T 1.410,16 €
Hercules Capital 1.093,40 €
Omega Healthcare Investors 1.004,65 €
Main Street Capital 907,35 €
Gladstone Capital 769,41 €
Iron Mountain 638,90 €
AbbVie 603,96 €
British American Tobacco 581,23 €
Ares Capital 442,66 €
Sixth Street Speciality Lending 433,35 €
Gladstone Commercial 316,01 €
Medical Properties Trust 313,73 €
Old Republic 244,13 €
Realty Income 239,18 €
EPR Properties 209,38 €
Exxon Mobil 185,37 €
Broadcom 174,14 €
IBM 168,39 €
W.P. Carey 165,63 €
PennantPark Investment 159,10 €
Simon Property Group 155,43 €
Unilever 153,87 €
Automatic Data Processing 142,90 €
CVS Health 142,42 €
Qualcomm 114,92 €
Gladstone Investment 111,13 €
Sysco 98,64 €
Walgreens Boots Alliance 90,67 €
Nasdaq 80,79 €
Mastercard 80,63 €
Defama 79,51 €
Microsoft 68,72 €
Pennsylvania Real Estate Investment Trust 65,04 €
STORE Capital 62,13 €
Bank OZK 60,74 €
LTC Properties 59,11 €
Amgen 54,14 €
PPL 52,24 €
Southern Company 47,23 €
JPMorgan Chase & Co. 47,08 €
Starbucks 43,40 €
Stag Industrial 42,76 €
Shoprite 37,55 €
Cisco 35,30 €
Tyson Foods 34,11 €
3 M 33,45 €
Apple 33,45 €
Jack Henry & Associates 32,56 €
Blackrock 29,34 €
SAP 27,24 €
McDonald’s 25,65 €
Tanger Factory Outlet Centers 24,77 €
Taiwan Semiconductor Manufactoring 22,40 €
Walmart 21,63 €
Booz Allen Hamilton 20,08 €
Vanguard FTSE Emerging Markets ETF 17,86 €
Danaher 17,31 €
Stryker 14,89 €
ASML 14,24 €
PepsiCo 9,19 €
Geo Group 7,90 €
eXp World Holdings 5,90 €
Digital Realty Trust 4,31 €
Tencent 3,37 €
Constellation Software 2,39 €
Goldman Sachs BDC 1,98 €
S&P Global 1,45 €
Nvidia 1,41 €
Thermo Fisher 0,30 €
Costo Wholesale 0,01 €
Union Pacific 0,01 €
Summe 15.621,11 €

 

Die Liste ist nach der Höhe der eingegangenen Dividenden sortiert. Die TOP-3 der Zahler verwundern nicht, sind sie doch auch die drei größten Positionen im Depot. Auch 2020 waren diese drei Firmen bereits die größten Zahler. Neben den Dividenden haben Altria und Imperial Brands auch insgesamt eine gute Performance im vergangenen Jahr hingelegt. Inklusive Dividenden lag Altria mit knapp 33 % im Plus, Imperial Brands mit etwa 22 %. Einzig AT&T fällt an dieser Stelle aus der Reihe. Die geplante Abspaltung des Mediengeschäfts und die damit einhergehende angekündigte deutliche Kürzung des Dividende haben auf den Kurs gedrückt. Einen Artikel zu diesem Thema habe ich hier geschrieben. In Summe steht für das Jahr 2021 bei AT&T inklusive Dividenden eine Nullnummer.

 

Seit 2017 tracke ich meine Performance und die Dividendeneinnahmen. Die Entwicklung seitdem sieht bis zum Ende des Jahres 2021 sehr vielversprechend aus.

 

 

Was besonders erfreulich ist: Die Gesamtsumme an Dividenden war in 2021 tatsächlich höher als im Vorjahr. Damit hätte ich bis zuletzt selbst nicht gerechnet. Im Jahresabschluss 2020 findet sich hierzu folgender Absatz: “Was jetzt aber schon ziemlich klar ist: Diese positive Entwicklung wird sich im Jahr 2021 nicht fortsetzen. Durch die Corona-Pandemie hat sich bei einigen Unternehmen gezeigt, dass die Dividendenzahlungen bei Problemen nicht nachhaltig sind. Aus diesem Grund sah ich mich gezwungen, im Laufe des Jahres einige Korrekturen innerhalb des Depots vorzunehmen. Dies hat vor allem Hochdividendentitel, wie den Pennsylvania Real Estate Investment Trust oder auch Kimco Realty und Tanger Factory Outlet Centers betroffen. Diesen Firmen wurden komplett oder zu großen Teilen verkauft und werden im kommenden Jahr für sinkende Dividendeneinnahmen sorgen.”

 

Am Ende des Jahres 2021 stehen nun entgegen dieser Prognose etwa 500 Euro mehr auf dem Papier als 2020. Das ergibt sich zum einen aus den Zukäufen des Jahres, aber auch aus den Dividendenerhöhungen, die ich selbst immer wieder unterschätze. Insgesamt gab es davon im vergangenen Jahr unglaubliche 52 Stück. Einige Unternehmen haben die Dividende mehrfach innerhalb des Jahres erhöht. Eine Dividendenkürzung musste ich im gesamten Jahr 2021 glücklicherweise nicht hinnehmen.

 

Im Sommer 2020 hatte ich eine Erweiterung meiner Strategie vorgenommen und eine Reihe von Wachstumstiteln ohne Dividende aufgenommen. Mittelfristig war das Ziel zwischen 20-30 % des Depots in Wachstumstiteln anzulegen. Dieses Ziel war Ende des Jahres 2021 erreicht. Einen ausführlichen Artikel hierzu findet ihr hier. Der Wachstumsanteil lag bei etwa 25 % und damit genau im Plan.

 

 

 

Das Depot im Detail

Das Depot weist zum 31.12.2021 einen Wert in Höhe von etwa 507.000 Euro auf. Auf den reinen Depotwert schaue ich persönlich aber eher weniger. Dieser schwankt teilweise sehr stark. Von den Kursgewinnen kann ich mir außerdem nichts kaufen und diese können auch schnell weg sein bzw. weniger werden.

 

Im Depot befinden sich 101 Unternehmen (Vorjahr: 99), wobei 53 davon einen Anteil von weniger als 0,5 % des Depotwerts aufweisen. Es besteht also viel Luft nach oben, was das Ausbauen der Positionen angeht. 14 Positionen sind besonders klein, da diese erst seit September 2020 im Rahmen eines Sparplanprojekts über Trade Republic mit kleiner Rate bespart werden. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Projekt mit Fazit nach einem Jahr findest du hier.

 

Die einzelnen Unternehmen des Depots verteilen sich auf insgesamt zehn verschiedene Branchen, und fünf ETFs (Emerging Markets, Gaming, Indien, Healthcare Innovation und Nasdaq 100 Next Generation).

 

 

Mit dieser Verteilung fühle ich mich relativ wohl. Einzig der BDC-Anteil ist mir persönlich mit knapp 12 % etwas zu groß. Meine Zielgröße liegt hier bei maximal 10 %.

 

Wie seit Beginn der Verfolgung meiner Strategie ist der Anteil an US-Werten sehr hoch. Dies ist mir bewusst und so gewollt. Die Shareholer-Value Orientierung, konsistente und verlässliche Dividendenzahlungen sowie einheitliche und vergleichbare Veröffentlichungsvorgaben sind für mich der Grund, den Großteil meines Depots hier zu investieren. Dies hat im Ergebnis im Jahr 2020 dazu geführt, dass meine Performance zusätzlich verschlechtert wurde, da der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich abgewertet hat. 2021 sahen wir ein komplett umgekehrtes Bild, die Performance hat hier also einen weiteren Schub erhalten. Im Ergebnis stellt sich die Länderverteilung zum 31.12.2021 wie folgt dar:

 

 

Hier kaufe ich meine Aktien

Meine Aktien kaufe ich ausschließlich bei Brokern, mit denen ich zufrieden bin und die ich guten Gewissens empfehlen kann. Wenn du also noch auf der Suche nach einem Depot bist, würde ich mich freuen wenn du einen meiner Links nutzt. Du unterstützt damit meine Arbeit und sorgst mit dafür, dass ich meine Kosten decken und den Blog weiterführen kann.

 

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Depotentwicklung

Im Januar 2017 habe ich zum einen begonnen, mich auf die Dividenden-Strategie zu fokussieren und zum anderen tracke ich seitdem meine Performance über Portfolio Performance. Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Software, ohne die ich mittlerweile nicht mehr sein möchte. Diese könnt ihr hier downloaden.

 

Für den Großteil der Anleger war das Jahr 2021 überaus erfreulich. Rücksetzer gab es so gut wie keine und wenn es mal ein paar Prozente nach unten ging wurde der Dip fast durchweg sofort als Kaufchance an den Märkten genutzt. Ein kurzer Ruckler im November wurde sofort wieder aufgeholt, so dass die Performance am Ende des Jahres auf dem Höchststand in 2021 lag.

 

Letztlich endete das Jahr 2021 für mich mit einem Plus von 42,3 %. Der S&P 500 verbuchte ein Plus von 39 %, der MSCI World einen Zugewinn von 30,7 %. Wer sich nun über den hohen Zuwachs des S&P 500 wundert: Die hier dargestellte Variante ist die für uns maßgebliche Performance in Euro. Durch die Stärke des Dollar ist die Performance für den Euro-Anleger deutlich höher als für Anleger, deren Heimatwährung der Dollar ist.

 

 

Da meine Strategie seit dem Jahr 2017 im Großen und Ganzen so besteht wie sie jetzt ist, ist für mich auch die Performance seit diesem Zeitpunkt maßgeblich. Hier sieht das Bild so aus:

 

Depot S&P 500 MSCI World
107,9 % 96,3 % 71,7 %

 

Alles in allem kann ich mit dem Ergebnis seit 2017 sehr gut leben. Ich bin gespannt, wie es in den kommenden Jahren weitergehen wird.

 

 

Gewinner und Verlierer des Jahres

In dieser Rubrik zeige ich euch, welche Unternehmen die beste und die schlechteste Performance im meinem Depot im vergangenen Jahr hingelegt haben.

 

Gewinner des Jahres

Gewinner des Jahres war das Nvidia mit einer Performance von circa 145 %. Das Unternehmen hatte ich im Rahmen meiner Strategieerweiterung im Sommer 2020 mit ins Depot aufgenommen. Bereits damals war die Aktie aus meiner Sicht hoch bewertet, weshalb ich lange überlegt hatte ob ich den Kauf überhaupt tätigen soll. Seit dem Kauf bis Ende des Jahres 2021 kannte die Aktie aber weiter nur den Weg nach oben. Die Performance im Depot betrug seither 179 %.

 

Nachfolgend zeige ich euch die TOP 5 innerhalb meines Depots im Jahr 2021. Die Euro-Beträge zeigen jeweils die absolute Größe der Position am 31.12.2021. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung von Iron Mountain, handelt es sich hierbei doch um einen REIT. Diese glänzen in der Regel mit hohen Dividendenzahlungen, nicht aber mit hohen Kurszuwächsen.

 

 

Verlierer des Jahres

Wo es Gewinner gibt, da sind auch Verlierer. Der Negativrekord wird von Jumia gehalten, dem afrikanischen E-Commerce Unternehmen. Nach einer wahnsinnigen Rallye hat die Aktie massiv verloren. Es handelt sich hierbei um die mit dem größten Risiko behaftete Aktie aus meinem Depot. Hier möchte ich weder aufstocken noch verkaufen.

 

Nachfolgend findet ihr meine FLOP 5 aus dem Jahr 2021. Interessant ist, dass es sich ausschließlich um Werte handelt, die ich dem Bereich Wachstum zurechne.

 

 

Der Blog

Das Jahr 2021 war das erste vollständige Jahr des Beamteninvestor-Blogs. Die Abrufzahlen im vergangenen Jahr freuen mich besonders. Insgesamt konnte ich 540.400 Seitenaufrufe von 203.900 Besuchern verzeichnen.

 

Anhand dieser Zahlen kann ich sehen, dass ein Interesse an dem besteht, was ich hier so schreibe. Abrufzahlen sind das Lebenselixier eines jeden Bloggers. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bei jedem von euch bedanken, die mir die Treue halten (auch wenn mal nicht so viel veröffentlicht wird) und hier immer wieder vorbeischauen.

 

Ich freue mich außerdem über das steigende Interesse an der Aktienanlage. Wie ich schon oft angemerkt habe, bin ich der Überzeugung, dass dies einen unerlässlichen Baustein im Vermögensaufbau darstellt. Dabei muss es nicht einmal darum gehen, ein Vermögen aufzubauen. Ein erstrebenswertes Ziel kann es auch einfach sein, seine Renten- oder Pensionslücke zu schließen.

 

Über meine Anliegen durfte ich im vergangenen Jahr unter anderem auf Tagesschau.de berichten. Den zugehörigen Artikel findest du hier. Dieser wurde auch von RTL aufgegriffen und so war ich unerwartet auch einmal Teil der Punkt 12 Sendung.

 

Was steht 2022 an?

Nach jetzigem Stand werden die Investitionen im Jahr 2022 geringer werden als in den Vorjahren. Im Fokus stehen im neuen Jahr der Cash-Aufbau und die Weiterbildung zum Thema Immobilien. Bisher verfügen wir neben unserem Eigenheim über keine Immobilien. Ich bin allerdings gewillt, hieran etwas zu ändern.

 

Was das Thema Blog angeht ist das Ziel auf jeden Fall, die Abrufzahlen weiter zu erhöhen, wobei ich mir hier keine feste Zahl setze.

 

Was die Dividendeneinnahmen angeht möchte ich gerne den Betrag aus dem Jahr 2021 wieder erreichen. Da AT&T bereits eine Kürzung angekündigt hat, wird hier ein größerer Betrag wegfallen. Mit Omega Healthcare hat ein weiterer meiner großen Zahler mit Problemen zu kämpfen. Möglicherweise steht hier ebenfalls eine Kürzung im Raum. Es wird auch in 2022 auf jeden Fall nicht langweilig werden.

 

Jetzt bist du dran: Wie war dein Börsenjahr 2021? Bist du zufrieden? Schreib es in die Kommentare.

 


Buchempfehlungen zu den Themen des Beitrags*:


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18 Gedanken zu „Jahresabschluss 2021: 15.600 Euro Dividende und 42 % Performance

  1. Bob Antworten

    Tolles Jahr, schaue immer wieder gerne hier vorbei! Und sogar bis zu der Tagesschau geschafft … 😉

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Danke dir Bob.

      Das mit der Tagesschau hat mir ehrlich gesagt gut gefallen

      • Bob Antworten

        Zu Recht, schon eine coole Sache!

        Eine Frage noch: Du hast ja auch ein recht großes Portfolio mit vielen Positionen. Wie hälst du es mit der “Wartung”? Schaust du in jeden Earnings Call / Quartalszahlen rein? Falls ja, welche Metrics? Oder nur die Headlines auf den Seiten?

        • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

          Hallo Nils,

          meine erste Anlaufstelle bei den Earnings ist immer Seeking Alpha. Solange alles einigermaßen im Rahmen ist war es das mit der Überprüfung. In Einzelfällen (z.B. bei außergewöhnlichen Ereignissen) schaue ich genauer hin.

          Grüße,
          Ben

  2. Enrico Antworten

    Hey Ben,
    in der Tat eine tolle Performance – trotz (meiner Ansicht nach) Dividendenansatz. Ich glaube was man nicht außer Acht lassen darf, ist dein Zeitaufwand, welcher in die Analyse und Auswahl der Aktien geht. Dazu kannst du gerne auch bei diesen Jahresupdates berichten ;). Wenn du lediglich den S&P 500 bespart hättest, dann wärst du reicher an Lebenszeit gewesen, jedoch glaube ich kaum, dass die meisten Leute nur den S&P500 oder den MSCI World besparen, sonst oft einen Kombi Ansatz wie 70/30. Diese Kombi ist weit schlechter gefahren, als dein Depot, somit muss man davor den Hut ziehen. Ich glaube jedoch, dass man sich bei dieser Art des Investierens nicht zurücklegen darf, da sonst die Performance nachhaltig leiden wird. Man muss seine Unternehmen beobachten und ggf. korrigierend eingreifen. Dies erledigt im ETF Rahmen der Anbieter für einen selbst. Ich denke für die meisten ist und bleibt ein ETF Sparplan der Schlüssel zum Erfolg – aber jeden das seine.
    Grüße und weiterhin viel Erfolg

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Enrico,

      da bin ich ganz bei dir. Wie Warren Buffett ja auch sagt: Für den überwiegenden Teil der Anleger ist es am sinnvollsten, einfach einen ETF auf den S&P 500 zu kaufen.

      Der Zeitaufwand ist bei mir sicher höher als bei den meisten anderen. Das Thema ist aber tatsächlich meine Passion, ich beschäftige mich also täglich mit einzelnen Unternehmen und der Börse. Danke ist der Blog hier sowas wie mein eigenes Tagebuch, nur mit dem Unterschied das es öffentlich für jeden einsehbar ist.

      Das sture Besparen von ETFs hatte ich zu Anfang auch gemacht. War mir aber tatsächlich zu langweilig. Wahrscheinlich wäre meine Performance deutlich schlechter, wenn ich dabei geblieben wäre. Hätte dann sicher ETFs gewechselt oder wäre in Sektoren-ETFs gegangen. Meine eigene Psyche hätte da vermutlich einiges kaputt gemacht.

      Grüße,
      Ben

  3. Marco Antworten

    Hallo Ben,

    du schreibst, dass du deine Performance seit 2017 trackst, da du da mit deiner Strategie gestartet bist. Bedeutet es, dass du bei einer zukünftigen Strategieänderung die Zeit bis dahin erneut ignorieren wirst und die Performance erst wieder ab diesem Zeitpunkt betrachtest? Dann kommt doch gar keine aussagekräftige Langzeitrendite zustande oder? Oder hast du dir da noch gar keine Gedanken gemacht? Das würde mich interessieren.

    VG Marco

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Marco,

      nein das habe ich nicht vor. Allerdings habe ich nach jetzigem Stand auch nicht vor, an der Strategie langfristig etwas zu ändern.

      Vielleicht kommt das Ganze auch etwas missverständlich rüber. Vor 2017 hatte ich meine Performance nicht konsequent getrackt. Insofern fällt die Zeit davor raus. Davor war sie auch positiv (hatte nur in ETFs investiert), wie hoch sie tatsächlich war kann ich heute aber nicht mehr sagen.

      Grüße,
      Ben

  4. Norman Antworten

    Gruß Marco,
    es stehen uns wahrscheinlich unruhige Zeiten bevor. Dein Depot ist im mittleren 6 stelligen Bereich. Wie ist deine Strategie bei größeren Rücksetzern? Aussitzen, Hedgen oder Stopps? Wie fühlst du dich, wenn dein Depot innerhalb weniger Tage 1, 2 oder 3 Monatslöhne absackt? Ich habe voriges Jahr zwei ETW verkauft und sitze noch auf einigem Cash. Momentan versuche ich ein Depot aus Dividenden-ETF (Ausschütter) und breit gestreuten ETF (Ausschütter) aufzubauen, um wie du monatliche Einnahmen zu erzielen. Ich habe für mich festgestellt, dass Investitionen in Einzeltitel zu stressig sind. Da habe ich mehr Zeit für den Optionshandel. Vielen Dank für deinen Blog. Deine Meinung würde mich interessieren. Bin übrigens auch Beamter.

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Norman,

      mittlerweile bin ich da sehr entspannt. Das war nicht immer so, Heiligabend 2018 (in den USA wurde da gehandelt), war ein richtig schlechter Tag. Da ging es massiv runter und das hat mir Weihnachten versaut. Danach habe ich mich selbst reflektiert und mir überlegt, warum ich mir eigentlich Gedanken mache.

      Seitdem habe ich das gut im Griff. Der Corona-Crash hat mit tatsächlich überhaupt nichts ausgemacht. Ich habe jeden Tag erstaunt geschaut, als es wieder um 5 % oder mehr nach unten gegangen war. Emotional hat mich das aber nicht wirklich berührt.

      So ist es auch momentan. Ich schaue nicht dauernd ins Depot und mir ist es relativ egal, ob der Gesamtwert mal zeitweise 50k niedriger steht.

      Da spielt wahrscheinlich auch mit rein, dass bei einer längeren Anlagezeit an der Börse im Depot schon Kursgewinne aufgelaufen sind. Es ist denke ich leichter auszuhalten, wenn das Plus schmilzt, im Gegensatz zu jemand der frisch dabei ist und das Gesamtdepot gleich richtig in den roten Bereich rutscht.

      Stopps setze ich grundsätzlich nie und auch von Hedging halte ich (bei meiner Strategie) wenig.

      Grüße,
      Ben

      • Chris Antworten

        Einen wunderschönen guten Tag und zu aller erst ein dickes Lob für diese Performance!

        Ich folge dir noch nicht so lange, finde aber das was ich bis jetzt so gesehen und gelesen habe eine echte Wucht ! Weiter so.

        Da du relativ offen mit dem Kapital des Depots umgehst und in deinen Beträgen auch die Summen nennst wollte ich dich mal fragen, wie und vor allem wann du genau angefangen hast. Wie hoch war damals dein Startkapital um mit 38 solch ein tolles Polster zu erarbeiten?

        Ich freue mich auf deine Rückmeldung. Sollte es zu dem Werdegang ein Blogeintrag geben so kannst du mir diesen gerne mal verlinken 🙂 Grüße aus Franken.

        Chris

        • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

          Hallo Chris,

          schau mal unter neu hier. Dort habe ich einige Artikel verlinkt unter denen du fündig werden solltest.

          Grüße,
          Ben

  5. Enrico Antworten

    Hey Ben,
    ich habe mir gerade nochmal dein Depot angeschaut – von den größten Positionen her die Tabak Werte wie Imperial Brands, Altria, BAT, weitere Firmen wie AT&T, sowie ein Teil der größeren Reit Positionen wie Gladstone, Iron Mountain, Hercules, Main Street und Omega sind ja kurstechnisch eher schwach gelaufen trotz hoher Dividendenrendite. Ich weiß, dass der klassische Dividendensammler sagt, dass man sich von Buchgewinnen nichts kaufen kann – bist du aber weiterhin von dieser Allokation überzeugt? Bei diesen Firmen und deren Depotgewichtung finde ich dein fast 100% Plus seit 2017 schon sehr beeindruckend.

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Hey Enrico,

      ja ich bin da eigentlich zufrieden. Klar, da sind viele Werte dabei, die keine Kursraketen sind. AT&T war zum Beispiel bisher ein Schuss in den Ofen. Bei Altria oder BAT sieht das schon anders aus. Beide Werte sind im Vergleich zum Gesamtmarkt sehr gut gelaufen die letzen Wochen.

      Solche Dividendenwerte kaufe ich gerne dann, wenn sie keiner haben will. Tabak habe ich seit 2017 bis Anfang 2020 massiv gekauft. Altria ist jetzt knapp 30 % im Plus bei mir. Zusätzlich kommen pro Jahr 8,5 % an Dividenden rein.

      Das gleiche bei Hercules, Iron Mountain oder Main Street Capital. Die Werte kaufe ich immer dann, wenn sie fair oder günstig bewertet sind. Iron Mountain ist in meinem Depot 67 % im Plus, Hercules 40 % und Main Street Capital 55 %.

      Grüße,
      Ben

  6. mrtott.blogspot.com Antworten

    Hey Ben,
    das war doch mal ein erfolgreiches Jahr für dich.
    Ich finde viele deiner Unternehmen sehr spannend und bin zum Teil selbst investiert.
    Aus meiner Sicht hast du eine hohe Gewichtung in der Tabakbranche – derzeit sieht es gut aus, aber die Zukunft ist vielleicht weniger rosig.
    Zudem ist neben OHI auch noch AT&T sehr kritisch. Seit kurzem steht auch fest, dass die Dividende um gut 50% reduziert wird. Dazu bekommt das neue Unternehmen einen großen Schuldenberg übertragen – ich fühle mich mit meinem damaligen Verkauf daher weiterhin wohl.

    Dein leichtes Dividendenwachstum in 2021 im Vergleich zum Vorjahr liegt vermutlich auch am €/$-Wechselkurs. in 2020 lag dieser um 1,22 und ging in 2021 Richtung 1,13 zurück. In meinem Depot habe ich die Auswirkungen in der Ausschüttung positiv bemerkt. Im Gegenzug sind die Einkäufe am US-Markt natürlich teurer geworden.

    Ansonsten war ich mit meinem vergangenen Börsenjahr sehr zufrieden. Ich bin gespannt, ob ich in diesem Jahr meine Ziele erreichen werde. Das wird jedenfalls sportlich.

    Dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren
    &
    Viele Grüße,
    MrTott (Chris)

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Chris,

      auf jeden Fall hat mir der Wechselkurs gut in die Karten gespielt in 2021. Das war auch der Grund, warum ich bis Dezember nicht gedacht hätte, die Summe aus 2021 tatsächlich übertreffen zu können. In 2020 hatte sich der Wechselkurs noch negativ ausgewirkt. Über die Jahre gehe ich persönlich davon aus, dass sich das Ganze ausgleichen wird.

      Die angesprochenen Unternehmen sind tatsächlich risikobehaftet. Entsprechend meiner Strategie greife ich ja eher zu, wenn die Aktien keiner haben möchte. Dabei wird es sich dann nicht vermeiden lassen, dass auch mal ein richtiger Rohrkrepierer dabei sein wird.

      Grüße,
      Ben

  7. Erik Antworten

    Hi Ben,
    wenn man den Dividendenertrag (15.600) vom auf dieser Site angegebenen Marktwert Deines Depots (ca. 493.000) berechnet, kommt man auf etwas mehr als 3% Rendite.
    Wollte fragen ob dieser Ertrag bereits netto ist – d.h. wirkliche alle Steuern/Gebühren/sonstige Kosten bereits abgezogen?
    Danke für die Inspiration auf Deinem Blog und weiterhin viel Erfolg.
    LG
    Erik

    • Beamteninvestor Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Erik,

      das hängt vom jeweiligen Depot ab. Bei den deutschen (Consors, Comdirect, Trade Republic, Sclabale) ist die Steuer vollständig abgezogen. Bei den ausländischen Brokern (Degiro, Lynx) ist die Quellensteuer abgezogen (meist 15 %, da ich fast ausschließlich US-Werte halte). In diesen Fällen ist die Differenz (etwa 10 %) zur deutschen Abgeltungssteuer noch über die Steuererklärung zu entrichten.

      Grüße,
      Ben

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