Unter das Thema Investieren kann man viele unterschiedliche Bereiche packen. Ihr findet unter anderem Bücher über das Investieren im Allgemeinen, aber auch zu Spezialthemen wie Real Estate Investment Trusts (REITs) oder Business Development Companies (BDCs).

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Buchreihe “Alles was Sie über … wissen müssen”

von Rolf Morrien und Heinz Vinkelau

 

In der Buchreihe “Alles was Sie über … wissen müssen” des Finanzbuchverlags sind mittlerweile fünf Bände erschienen. Gemeinsam haben alle Titel, dass sie dem gleichen Aufbau folgen. neben einer Darstellung des Lebens einer jeden Person werden deren Investmentgrundsätze erläutert und die Erfolgsbilanz der Personen dargestellt. Am Ende zeigt ein Checkliste jeweils auf, wie man nach deren Strategie investieren kann.
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Für einen Einstieg in die Materie bzw. um einen ersten Überblick zu den Personen zu erhalten, eignen sich diese Büchlein (die schnell gelesen sind) überaus gut. Für ein vertieftes Verständnis sollten dann allerdings weitere Bücher oder Quellen herangezogen werden.

 


Crashed

von Adam Tooze

 


Das Buch “Crashed” von Adam Tooze arbeitet die Finanzkrise der Jahre 2008/2009 auf. Tooze ist Professor für neuere Geschichte an der Columbia University in den USA. Wer Interesse daran hat, sich in die Untiefen der Finanzkrise in 2008 zu vergraben, der ist mit seinem Buch richtig aufgehoben.


Tooze geht in seinem Buch, das mit insgesamt 700 Seiten ein ziemlicher Brocken ist, minutiös auf die damaligen Ereignisse ein und nimmt gleichzeitig eine Bewertung hierzu vor. Das Werk beginnt mit den Vorboten der damaligen Krise in den USA, geht weiter mit der globalen Krise und endet mit der Eurokrise in 2011.


Das Buch ist sehr ausführlich, leider merkt man dem Autor immer wieder seinen Professorenberuf an. Es ist sprachlich teilweise anspruchsvoll, wissenschaftlich und mit einer Fülle an Personen und Ereignissen angereichert, so dass man leicht den Überblick verlieren kann. Im Vergleich zum Buch „The Big Short“ von Michael Lewis erzeugt es keinen Lesefluss, der wie bei einem Roman fesseln kann. Wer sich allerdings einen ganzheitlichen Überblick über die Abläufe der Finanzkrise verschaffen will, kommt an diesem Werk so gut wie nicht vorbei. Von mir eine klare Empfehlung.


Geldanlage in Business Development Companies

von Luis Pazos

Das Thema Business Development Companies (BDCs) ist für Anleger, die Wert auf einen stetigen Cashflow im Depot legen, äußerst interessant. Etwa 10 % meines eigenen Depots sind in Aktien von BDCs investiert.

Hierbei handelt es sich um Spezialunternehmen, die in der Finanzierung und Beratung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen tätig sind. Die Unternehmensform gibt es nur in den USA und auch hier sind es lediglich 40 Firmen, die als BDC firmieren. Es handelt sich also um eine absolute Nische. Entsprechend ist in der Literatur zu dieser Spezialform wenig bis nichts zu finden, schon gar nicht im deutschsprachigen Raum. Das hat sich jetzt mit dem neuen Buch von Luis Pazos geändert. Nach seinen Büchern „Bargeld statt Buchgewinn“ und „Geldanlage in REITs“ hat er nun das dritte Buch zum Thema Hochdividendenwerte „Geldanlage in Business Development Companies“ geschrieben. Und das hat es in sich!

Luis geht detailliert auch die Entstehung der rechtlichen Regelungen zur Schaffung von BDCs ein. Er beschreibt deren Vorgehen beim Investieren, wie man BDCs bewerten sollte und welche Chancen und Risiken es bei einem Investment für uns Anleger gibt. Darüber hinaus geht er auf alle BDCs im Detail ein.

Ich beschäftige mich nun schon mehrere Jahre mit dem Thema BDCs und bin trotzdem (oder vielleicht deswegen) begeistert vom Buch. Man merkt, wie viel Arbeit hierin steckt. Ich dachte ursprünglich, ich bin über das Thema gut informiert. Nach der Lektüre muss ich feststellen, dass ich noch einiges hierzu lernen konnte.

Wer sich also für ein Investment in BDCs interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Mit 17,49 Euro als gedrucktem Buch und 9,99 Euro in der Kindle-Version ist es außerdem sehr günstig. Im Finanzbereich muss man für ähnliche Qualität in der Regel einiges mehr berappen. Von mir also eine ganz klare Kaufempfehlung.

 

 


Der Börse einen Schritt voraus

von Peter Lynch

        

Peter Lynch war einer der erfolgsreichsten und bekanntesten Fondsmanager der USA und arbeitete bei Fidelity Investments. 1977 übernahm er den bis dahin schlecht gelaufenen M;agellan Fund, der zum damaligen Zeitpunkt ein Fondsvermögen von 18 Millionen Dollar verwaltete. Diesen betreute er bis zum Jahr 1990. Das verwaltete Vermögen stieg bis zum Ausstieg von Lynch auf über 14 Milliarden Dollar mit einem Portfolio von zeitweise 1.000 verschiedenen Aktien. Die durchschnittliche Rendite von Lynch lag bei jähtlich 29,2 Prozent.

 

Peter Lynch schrieb nach seinem Ausstieg als Fondsmanager gemeinsam mit John Rotchild drei Bücher, in denen er seine Investmentphilosophie der breiten Bevölkerung zugänglich machte. Band 1 – One up on Wall Street (auf Deutsch: Der Börse einen Schritt voraus) kann mittlerweile als Klassiker der Börsenliteratur bezeichnet werden. Aus meiner Sicht sollte es zur Pflichtlektüre für jeden Börsianer gehören. Zwischenzeitlich gibt es auch eine Neuauflage zum kleinen Preis (wie beiden zwei anderen auch). Das Buch ist verständlich geschrieben und vermittlet die Grundlagen erfolgreichen Investierens. Dabei nimmt er eine Kategosrisierung von Unternehmen, die auch für Anfänger verständlich und nachvollziehbar ist.

 

Die weiteren Bände “Aktien für alle” und “Der Weg zum Börsenerfolg” erläutern nochmals anschaulich die Geschichte eines Unternehmens und der amerikanischen Wirtschaft. Sie sind meiner Ansicht nach lesenswert, kommen aber an die Qualität des ersten Bands nicht mehr heran.